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Das Neugeborene ist ein Tragling
Körperkontakt ist für die gesamte Entwicklung
eines menschlichen Säuglings überlebenswichtig. Getragenwerden stellt somit ein Grundbedürfnis jedes kleinen Erdenbürgers.
Der menschliche Säugling ist ein aktiver Tragling. Dies beweisen Reflexe einleuchtend wie Palmar-Reflex, Spreiz-Anhock-Haltung. Menschliche Säuglinge sind also eindeutig darauf vorbereitet, sich ab Geburt an einem Körper festklammern zu können.

Zieht man einen Vergleich der Erlebnisbereiche eines Kindes zwischen Ende der Schwangerschaft und im Tragetuch,
wird offensichtlich, dass diese weitgehend identisch sind.
Das Tragetuch bietet die Möglichkeit, an allem, dem Kind aus der Schwangerschaft Bekannten, anzuknöpfen: Bewegung und Massage, Herzschlag, Nähe und Enge, Wärme, Stimmen und Geräusche, Emotionen,
Geruch und Geschmack, Hell und Dunkel.
Das getragene Kind erlebt ein Höchstmass an Sicherheit, Geborgenheit und Nähe.
Vermehrtes Tragen, beeinflusst das normale Schreiverhalten des Säuglings positiv!

Die Hüfte und Rücken
Das Hüftgelenk eines Neugeborenen ist noch nicht ausgereift; Hüftgelenkpfanne und
Femurkopf sind noch knorpelig und instabil.
Durch das Tragen im Tragetuch auf der Hüfte, wird auf die Hüftpfanne des Kindes Druck ausgeübt. Dieser Druck fördert die Durchblutung der Hüftgelenkspfanne, so dass die Kalkablagerung in diesen
Regionen gefördert wird.
Durch fortgesetzte Schaukelbewegungen und sich ständig ändernde Position wird die
Rückenmuskulatur des Babys gefördert und dadurch schneller ausgebildet. Wenn das Kind hingegen häufig liegt, bleibt dies aus.
Die Muskulatur der Mutter wird durch das kontinuierliche tägliche Tragen des Kindes möglichst von Anfang an ebenfalls gestärkt.

Aus Studien weiß man, dass uns über 24 Stunden nur wenige Tiefschlafphasen, in denen wir uns am besten erholen, zur Verfügung stehen. Anfänglich kann das Neugeborene noch nicht Tag und Nacht unterscheiden. Ermöglicht man dem Baby tagsüber solche Phasen, wird es mit großer Wahrscheinlichkeit nachts ausgeruht sein und so den Eltern den Schlaf rauben. Durch regelmäßiges Tragen tagsüber verhindert man, dass das Baby in eine lange Tiefschlafphasen gerät. Dadurch schläft es in der Nacht meist tiefer und somit längere Phasen. Trotzdem kommt jedes Kind zu seinem benötigten Quantum Schlaf, denn durch die schaukelnden Bewegungen am Körper seiner Eltern regeneriert es sich auch im Dösen
Dreimonatskoliken, das Schlafverhalten und das Selbstbewußtsein werden positiv beeinflußt
Aus Befragungen von Eltern kam man
zur Erkenntnis, dass Kinder, die in der ersten Lebenszeit viel Körperkontakt erfahren dürfen, ausgeglichener und selbständiger sind im Vergleich zu nicht getragenen Kindern.
Nicht selten stellt sich heraus, dass bei einen Baby mit vermeintlichen Dreimonatskoliken die Schreiattacken nach regelmässigem Tragen gänzlich verschwinden.
Das Tragen kann die psychische Entwicklung des Kindes in verschiedenen Phasen positiv
beeinflussen. Nähe, Körperkontakt und Halt helfen in allen Phasen der Entwicklung, das Urvertrauen weiter zu bestärken und Selbstvertrauen und Sicherheit aufzubauen.
Diese Sicherheit ist unbedingt notwenig für einen selbstbewussten Umgang des Kindes sowohl mit Personen (Bindungen) als auch mit Angstsituationen.
Kinder können mit Nähe und Körperkontakt nicht verwöhnt werden!
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